Beschwerde

6. Oktober 2009 • Kategorie: Allgemein • Kommentare: 13
Beschwerde

Wenn ich zufällig oder beabsichtigt einen Blog lese, schaue ich zwangsläufig irgendwann auf das Datum: Wann wurde das letzte Mal gebloggt, wie viel Abstand liegt zwischen den einzelnen Artikeln – weil, ganz ehrlich, wer will schon irgendwo lesen, wo vielleicht einmal alle paar Monate zwei, drei neue Sachen zu sehen sind? Vielleicht ist das Ding ja auch schon längst tot und man liest gerade Artikel, die bereits vor nem Jahr geschrieben wurden. Sowas sollte man schon irgendwie in Erfahrung bringen. Das Optimum ist natürlich, wenn wenigstens ein Artikel pro Tag erscheint, wenn nicht sogar mehr und … eigentlich habe ich mich selbst auch immer daran gehalten, aber in letzter Zeit bin ich faul geworden, wie ich leider zugeben muss. Hinzu kommt natürlich noch, dass ich viel für die Uni tun muss, aber hey, wann musste ich das in den letzten Monaten denn nicht? Ich bin also faul geworden und das geht ja mal gar nicht.

Gestern oder vorgestern – ich könnte es euch genauer sagen, hätte ich so etwas wie ein Zeitgefühl – blätterte ich mich so durch die Blogs, die ich lese – was gar nicht mal so viele sind, weil ich ja schon ziemlich anspruchsvoll bin – und entdeckte bei Michael einen Bloggerarschtritt. Das kam mir natürlich gerade gelegen, allerdings äußerte er sich nur zu einem Aufruf, der von anderer Seite her kam: Tanja. Mir unbekannt, Blog noch nie gesehen, aber ein Arschtritt ist schließlich genau das, was ich brauche, also bin ich hin und habs mir mal durchgelesen.

Meine lieben Blogger, die Ihr vor einiger Zeit in das Sommerloch gefallen seid und mittlerweile ohne Luft zu holen in die Herbstdepression abgerutscht seid, ich muss Euch hier und heute mal einen deftigen Arschtritt verpassen. Mit der Hoffnung, dass der ein oder andere aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und langsam aber sicher sich die Blogsphäre wieder mit Leben füllt. Denn das was in der letzten Zeit in der Blogsphäre so zu beobachten ist, ist wirklich nicht mehr lustig. Jungs und Mädels es ist saulangweilig geworden in der Blogsphäre…

(Via)

Ist das tatsächlich so? Zählt man Twitter zur Blogosphäre würde ich dem sogar eher widersprechen. Fand nicht letztens erst der #hassmartin “Aufruhr” statt, in der einige Blogger natürlich mit mischten, um diffamierende Äußerungen über den trotteligen Kandiadten der Stefan Raab Show in die Welt zu tragen? Und kam nicht fast direkt danach das völligst uncoole “Und alle so: Yeaahh”?

Einige Blogs mögen stagnieren – meinen mit eingeschlossen, haha -.- – aber größtenteils kann davon doch gar keine Rede sein. Problematisch daran ist ja bloß, dass die Blogosphäre in Deutschland .. klein ist. Nahezu winzig und unbedeutend verglichen mit anderen Ländern. Da fällt es viel mehr ins Gewicht, wenn auf einmal einige hundert oder tausend Blogger schweigen.


  1. hmm ich bin als blogger doch nicht verpflichtet zu bloggen… in erster linie mache ich den blog ja für mich und auch zur selbstdarstellung und wenn ich gerade keine lust zum darstellen hab muss ich mich auch nicht rechtfertigen. ok ich hab ein schlechtes gewissen wenn ich 2 tage nich blogge, aber ich müsste es im grunde nich haben^^

    ich verfolge auch blogs die einmal im monat bloggen, solang der post dann auch interessant ist. das stört im rss reader nicht =P aber den nutzt du nocht imemr nicht oder?

  2. :D Haha, ich find die Reader so .. Ich weiß auch nicht :D Momentan pack ich die Favoritenleiste im Firefox zu, aber so langsam passt da auch nich mehr viel rein xD

  3. ich bin da voll kasumis meinung, bei meinen blogeinträgen können manchmal wochen liegen. Meistens ist es so, dass ich keine Zeit habe, da ich studiere und nebenbei noch arbeite, oder ich habe einfach nix zu bloggen und da finde ich es besser nix zu schreiben, als irgendeinen sondermüll. Es gibt Blogger die es schaffen jeden Tag zu bloggen und auch oft gehaltvoll, aber ich gehöre nunmal nicht dazu. Also Fazit: jeder so wie er mag :D rss reader sind top ^^

  4. “Das Optimum ist natürlich, wenn wenigstens ein Artikel pro Tag erscheint, wenn nicht sogar mehr”

    Seh ich gar nicht so. Genau dadurch werden viele Blogs unlesbar, weil Leute völlig belanglos zu allen möglichen Sachen ihren Senf dazu geben um ihre Quote hochzuhalten. Dann lieber weniger und besser bloggen.

  5. Man kann auch viel und gut bloggen :D

  6. Die wenigsten. Außer mir sehe ich da keinen.

    Ach nein, ich blogge ja nicht viel=täglich+. ;)

  7. Ja und immer wenn ich auf deinen Blog gehe und es nichts Neues gibt, verdrück ich einige Tränchen : (

  8. Jetzt bin ich ein bisschen gerührt, liebe Hannah!

  9. Wenn du “liebe Hannah” sagst, ist das wie ein Kopftätscheln für ein Kätzchen. Wenn du mir jetzt noch ein Wollknäuel in pink malst, bin ich erstmal für die nächsten Stunden beschäftigt :D

  10. lol, ich gebs zu; seit ich bei WordPress bin, blogge ich auch verdammt unregelmässig *das zu ändern versuch*

  11. Wahrscheinlich kommt es auch darauf an, in welchen Blogs man regelmäßig liest. Mit der Zeit entwickeln sich ja auch Freundschaften und wenn dann so einige Freunde auf einmal schweigen, fällt das schon auf, zumindest mir ;-)

  12. man kann, wie kasumi schrieb, ja niemanden zwingen zu bloggen. ich blogge auch nur, wenn ich etwas habe, was ich rauslassen möchte/muss. oder wenn ich fotos zum zeigen habe. ne zeit lang war mein schnitt bei 3 pro woche, manchmal schreib ich auch nen 2. für nen tag, aber ich versuche das zu vermeiden. ich will den leuten a auch zeit geben, mit dem lesen hinterher zu kommen.
    ich bin immer sehr enttäuscht, wenn bei meinen lieblingsblogs nicht täglich was neues ist, aber ne beschwerde würd ich da nicht anbringen.
    die, deren blogs aber tatsächlich verwaist sind, die sind doof.

  13. Ja, ich weiß, daß der Blog-Beitrag vom 10. September 2009 ist und somit fast vier Wochen alt ist. Und? Wäre es nur en vogue (schönes Wort, nicht?) aktuelle Blog-Einträge zu kommentieren, könnte man sie (die Einträge) ja auch nachts um 24.00 Uhr automatisch ins Nirwana senden, frei nach de Motto “Was interessiert mich mein Geblogge von gestern?”.

    Auch ich bemühe mich, täglich einen Beitrag in mein Tagebuch auf der Netzseite zu schreiben (ich führe Tagebuch, kein anglophiles Blog. Der Blog? Das Blog? Egal.).

    Aber so ein Beitrag muß dann doch auch irgendwo ein wenig Inhalt haben, oder nicht? Ich meine: Kein Mensch erlebt jeden Tag etwas phantastisches, das Alltagsleben ist ja eher banal. Ein Beitrag pro Tag kommt schon zusammen, wenn man auch vor sich selbst akzeptiert, daß Banales durchaus seine Reize haben kann.

    Ansonsten mag ich das Schreiben oder überhaupt den Umgang mit Sprache ja. Aber mehrmals täglich? Das käme mir vor wie eine permanente Flatulenz.

    Ich mein’ ja nur. Wahrscheinlich stört’s eh niemanden, denn wer liest schon einen Kommentar zu einem Blog-Eintrag, der fast vier Wochen alt ist?