Heute habe ich mich endlich an das unüberwindbar scheinende Übel gewagt: Aufräumen, ordnen, putzen! Und wie jedes Mal nehme ich mir schon während ich noch dabei bin vor, mich danach an einen strikten Ordnungsplan zu halten, um nie wieder so ein Chaos beseitigen zu müssen – mal schauen, ob es diesmal funktioniert.
Wie dem auch sei, ich wollte auf Folgendes hinaus: Während meiner Aufräumaktion, die übrigens noch nicht abgeschlossen ist, ich pausiere gerade nur, habe ich verschiedenste Gegenstände wiedergefunden. Teilweise hatte ich sie bereits vermisst, teilweise noch nicht und in einigen Fällen wusste ich gar nicht, dass ich sowas besitze. Beispielsweise lag ein Buch von Doris Lessing unter meinem Bett – seit wann lese ich Doris Lessing?? Und warum lag mein lange verschollener rot-weiß-geringelter Socken fein säuberlich gefaltet in meiner Sockenschublade? Kein Wunder, dass man nichts findet, wenn alles da ist, wo es hingehört. Tatsächlich hätte ich in meinem Chaos so ziemlich alles wiedergefunden, aber jetzt, wo sich die Reihen langsam lichten und ich nicht nur einen Weg durch Kleiderhaufen geschlagen habe, sondern diese sogar ordentlich in meinen Schrank gelegt, gehängt, gefaltet, geworfen habe, weiß ich nichts mehr. Hoffentlich will sich in nächster Zeit niemand was von mir ausleihen, denn was auch immer das Objekt der Begierde sein wird, ich werde es nicht finden. Das Einzige, was ich finden werde, ist das Buch von Doris Lessing.
ihh aufräumen!